Haarverlängerung

Vorher / Nachher Ergebnis einer Haarverlängerung (Heiße-Methode)

 

Unter den Begriff Haarverlängerung fallen grundsätzlich alle Verfahren, bei denen Strähnen aus Echt- oder Kunsthaar in das Eigenhaar eingearbeitet werden. Damit kann der eigene Schopf verlängert oder nur verdichtet werden. Häufig werden die eingefügten Haare auch mit dem englischen Fachbegriff für
Haarverlängerung als „Extensions“ bezeichnet.

 

Methoden der Haarverlängerung
Es gibt verschiedene Methoden der Haarverlängerung. Das Grundprinzip, das alle gemeinsam haben: Das Fremdhaar wird im Echthaar befestigt. Bei vielen Methoden spielt dabei die Einwirkung von Hitze eine wichtige Rolle. Ein Verbindungsstoff wird erhitzt und fügt wie ein Kleber Echthaar und neue Haarsträhne zusammen.
 
"Heiße" Methoden
Als Klebe-Substanz wird häufig künstliches Keratin verwendet. Es ist in chemischer Hinsicht identisch mit dem haareigenen Keratin (unser Haar besteht zu 90 Prozent aus dem Protein). Aber auch hochwertige Kunststoffe wie Polymere werden verwendet. Firmen, die auf Haarverlängerung spezialisiert sind, wie 'Hairdreams' oder 'Great Lengths', entwickeln oft eigene Befestigungsverfahren und schulen Friseure im Umgang damit. 


 
 
 
 
Die Verbindungsstelle zwischen Eigenhaar und neuer Strähne wird 'Bonding‘ ('bond': engl. für 'kleben, binden') genannt. Sie kann, je nachdem welche Methode der ‚heißen‘ Haarverlängerung
angewandt wird, rund oder flach ausfallen.

Die Qualität der Bondings entscheidet wesentlich über die Haltbarkeit der Haarverlängerung. Schlecht verarbeitete Bondings können sich unangenehm anfühlen oder sich lösen - die
eingesetzten Haare gehen dabei verloren. Zum Lösen der Verbindungen kommt oft Alkohol zum Einsatz.
   
"Kalte" Methoden
Auch bei Methoden der Haarverlängerung, die ohne Hitze auskommen, spielen Bondings eine
zentrale Rolle. Metallringe oder Kunststoffhülsen ersetzen dann die Klebesubstanz der ‚heißen‘ Methoden.
Winzig kleine, meist mit Kunststoff beschichtete Metallringe werden zum Beispiel mit einer Zange zusammengedrückt und verbinden so Echthaar und Haarsträhne miteinander. Werden die Verbindungselemente entfernt, ist auch die Haarverlängerung passé.

Haarverlängerung mit Ultraschall oder Tressen

 
So lange hält die
Haarverlängerung
Was alle Methoden gemeinsam haben: Das Fremdhaar wird vor allem am Hinterkopf befestigt. Dann fällt genügend eigenes Deckhaar
über die Verbindungsstellen und lässt sie unsichtbar werden.

Dennoch:
Irgendwann haben alle Haarverlängerungen ihr „Mindesthaltbarkeitsdatum“ erreicht - sie sind herausgewachsen. Sobald das Eigenhaar so viel gewachsen ist, dass die Bondings sichtbar werden, muss die Haarverlängerung erneuert werden.
Wie viel Zeit bis dahin vergeht, variiert je nach Befestigungsart und wie schnell das Eigenhaar wächst. Eine Haarverlängerung mit Keratin-Bonding kann etwa sechs bis acht Monate getragen werden. Methoden mit Tressen halten aber nur halb so lang.